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WordPress Backup: Deshalb ist dieser Schritt so wichtig und so funktioniert es

Jeder, der schon einmal wichtige Daten verloren hat, oder auch nur für ein paar Momente voller Panik dachte, er hätte diese Daten verloren, weiss um den Wert eines Backups. Wurde vorher ein Backup angelegt, bleibt der Datenverlust zwar immer noch ärgerlich, aber dank der Datensicherung lässt sich zumindest alles mit ein paar Handgriffen schnell wiederherstellen.

Familienfotos, wichtige Unternehmensunterlagen und -daten oder die eigenen WordPress-Seite – ein WordPress Backup oder andere Backups von ganzen Endgeräten oder einzelnen Datenträgern sind im Fall des Falles praktisch Gold wert. Denn alle diese Daten besitzen einen hohen immateriellen oder materiellen Wert. Entsprechend gross fällt der Schaden bei einem Datenverlust aus.

Für ein Unternehmen kann daraus sogar eine Bedrohung des ganzen Geschäfts entstehen. Oder es wird äusserst teuer, wenn man Spezialisten für Datenrettung beauftragen muss. Zudem gibt es auch bei diesen Profis keine Garantie für eine Wiederherstellung – die Erfolgsquoten liegen durchschnittlich bei 90 Prozent oder knapp darüber. Das sind zwar sehr gute Werte, aber es verbleibt immer ein Restrisiko für einen endgültigen Datenverlust.

Mit einem WordPress Backup und anderen Datensicherungen muss sich darüber dann niemand mehr weitere Gedanken machen. Aber braucht das wirklich jeder?

Die Gefahren: Darum sind Backup oder WordPress Backup so wichtig

Es spielt keine Rolle, welche Hardware Sie verwenden. Neue, leistungsstarke Systeme können genauso einen plötzlichen Defekt zeigen wie ein uralter Rechner. Zugegeben: Bei Letzterem ist die Wahrscheinlichkeit für einen Ausfall natürlich höher. Viele Komponenten sind für die Datensicherheit irrelevant. Aber jeder Defekt an oder im Bereich der Speichermedien wird sofort zur konkreten Bedrohung für alle Daten.

Hinzukommen die Gefahren aus dem Netz. Hier kursiert jede Menge Schadsoftware. Ein Teil dieser Malware ist darauf programmiert, Daten oder Datenträger zu löschen. Unter den Cyberkriminellen erfreute sich zuletzt auch eine andere fiese Masche grosser Beliebtheit: Die Daten infizierter Systeme werden verschlüsselt, und anschliessend verlangen die Hacker einige Hundert oder sogar ein paar Tausend Franken, damit sie Ihnen Ihre Daten wieder freigeben.

Mit einem WordPress Backup und generell einem Backup Ihres Systems, müssen Sie sich nicht mit solcher Ransomware erpressen lassen. Sie haben eine Kopie aller Daten an einem sicheren Platz und spielen Sie im Notfall einfach wieder ein.

Ganz allgemein: Daten richtig sichern

Einige Grundsätze für gute, sichere Backups gelten immer – für ein WordPress Backup genauso wie für eine Sicherung des Desktopcomputers, Notebooks oder Smartphones:

  • Was sichern?: Diese Frage stellt sich heute immer weniger. Die Preise für physischen Speicher oder Cloudspeicher sind in den letzten Jahren derart gefallen, dass im Normalfall hier keine grosse Auswahl mehr getroffen werden muss. Sichern Sie einfach alles. Die Mehrkosten gegenüber einer selektiven Sicherung nur der wichtigsten Dateien, Datenbanken oder Verzeichnisse fallen verschwindend gering aus und lohnen den Aufwand der Selektion nicht mehr.
  • Wo sichern?: Jedes Backup braucht natürlich einen anderen Speicherort als die Originaldaten. Das können zusätzliche Speichermedien zu Hause und im Unternehmen sein oder für das WordPress Backup ein anderer Bereich des Servers. Aber diese Backup-Strategie bleibt nicht ganz risikolos. Vor Ort können ein Brand, eine Überschwemmung oder Ähnliches schnell Original und Sicherung zugleich vernichten. Genauso wenig hilft ein WordPress Backup auf dem gemieteten Server, wenn dieser durch technische Probleme oder einen Hackangriff korrumpiert wird. Deswegen immer separate, externe Backups anlegen: an einem zweiten Ort, in einem Cloudspeicher oder am besten mit einer Kombination aus beidem.

Das WordPress Backup

Zum Aufbau einer WordPress-Seite gibt es zwei Möglichkeiten. Private Webseitenbetreiber oder Einzelunternehmer und sehr kleine Betriebe entscheiden sich häufig für eine Seite bei wordpress.com. Hier können kleine kostenlose Blogs entstehen, die unter der Adresse deinblog.wordpress.com laufen. WordPress.com hostet diesen Blog und es fallen keine Kosten für den Webspace oder eine Domain an. Im Gegenzug bleiben die Gestaltungsmöglichkeiten mit Themes oder WordPress Plugins sehr beschränkt.

Die überwiegende Mehrzahl der Nutzer – und besonders Unternehmen – wählen deswegen wordpress.org für ihre Seite. Hier lässt sich die jeweils aktuelle WordPress-Version herunterladen und dann individuell auf einem eigenen Server und mit eigener Domain nutzen. Weiter bestehen viel mehr Möglichkeiten beim Einsatz von Themes oder WordPress Plugins. FTP-Programme erlauben den Zugriff auf alle WordPress-Dateien und Datenbanken, die dann auch regelmässig mit einem WordPress Backup gesichert werden sollten.

Für WordPress-Seiten ergeben sich ähnliche potenzielle Gefahren wie bei anderen Seiten oder Systemen, weswegen ein WordPress Backup immer auf der To-do-Liste bei der Seitenpflege stehen sollte. Die potenziellen Fehlerquellen sind vielfältig: Hier kann es zu Bearbeitungsfehlern kommen, Dateien werden aus Versehen gelöscht, Updates verursachen Probleme, ein Hackerangriff legt die Seite lahm oder der Server bereitet Probleme – ohne WordPress Backup kann das alles jeweils zu einem grossen Problem anwachsen.

Was macht ein sicheres WordPress Backup aus?

Oft liegen die ganzen Bausteine der Seite – Texte, Fotos oder Videos und Datensätze – noch auf anderen Systemen und Datenträgern vor. Dies sollte aber niemand als sicheres WordPress Backup begreifen. Damit lässt sich zwar in vielen Fällen die komplette WordPress-Seite wiederherstellen, aber der Aufwand dafür fällt enorm aus. Alles muss neu eingefügt und veröffentlicht werden. Themes und Plugins erfordern ebenso eine Neuinstallation und am Ende lassen sich trotzdem beispielsweise Nutzerkommentare nicht wiederherstellen.

Hier entsteht jetzt nicht nur eine Menge Arbeit und Zeitaufwand – das Ergebnis bleibt ausserdem unbefriedigend. Ein WordPress Backup sollte immer wie andere Backups mit Betriebssystem, Anwendungen und Daten ganzheitlich betrachtet und umgesetzt werden. Für ein WordPress Backup bedeutet das konkret: Sicherung aller Dateien und der Datenbank.

Das WordPress Backup lässt sich aber auch verschlanken. Immer wichtig sind:

  • wp-config.php
  • der Ordner /wp-content/uploads und
  • die WordPress Datenbank

In der WordPress Datenbank liegen sämtliche Beiträge der Seite, Unterseiten und die gesamten Einstellungen – inklusive derer für Plugins oder Themes. Die Datenbank ist – im Gegensatz zur WordPress-Installation selbst, Plugins und Themes oder den Uploads von Bildern, Videos und anderen Dateien – allerdings nicht immer für einen FTP-Zugriff erreichbar. Darauf muss bei einem Backup geachtet werden.

Wer sich für eine Teilsicherung – wie gerade beschrieben – entscheidet, sollte zumindest noch notieren oder speichern, aus welchen Quellen die installierten Plugins kamen, um sie bei einem Wiederaufbau der Seite leichter zu finden und schnell wieder integrieren zu können. Hier gilt es aber immer abzuwägen, welcher Weg bei der Wiederherstellung der schnellere und effektivere ist. Am Ende bietet ein komplettes WordPress Backup zumeist die komfortabelste Lösung.

Die Strategie beim WordPress Backup

Jedes gute, sichere Backup – und besonders das WordPress Backup – braucht eine Strategie und ein paar Vorüberlegungen.

Die wichtigsten ganz allgemeinen und speziellen Punkte für ein WordPress Backup sind:

Was sichern?

Die wichtigsten Dateien – wie oben bereits aufgezählt – und die Datenbank oder einfach alles.

Wann sichern?

Echten Wert gewinnt ein WordPress Backup nur durch eine regelmässige Sicherung. Je wichtiger eine Seite ist, desto öfter braucht sie eine Aktualisierung der Sicherung – daran muss sich jedes Backup orientieren. Dieser Rhythmus kann täglich und sogar mehrmals täglich, wöchentlich oder nur monatlich ein WordPress Backup vorgeben. Für die Mehrzahl der Unternehmer dürfte mindestens ein tägliches WordPress Backup die beste und sicherste Routine bilden.

Wie lange sichern?

Beim WordPress Backup oder anderen Backups wird häufig mit der Speicherzeit kalkuliert. Wie lange sollte jedes WordPress Backup verfügbar sein? Gerade bei täglichen Sicherungen entsteht schnell ein grösseres Datenvolumen, für dessen Speicherung dann auch einige Kosten anfallen. Aber: Bei nur kurzfristigen Speicherungen von wenigen Tagen verliert ein WordPress Backup schnell seine Qualität zur Datensicherung. Wer beispielsweise nur ein Backup der letzten zehn Tage vorhält, riskiert, dass sich vorher eingeschlichene Malware oder Bedienungsfehler damit nicht mehr bereinigen lassen.

Wo sichern?

Bei einem Backup für WordPress-Seiten gilt das Gleiche wie bei jedem anderen Backup. Originale Daten und die Sicherung brauchen eine physikalische Trennung, damit die Datensicherung ihren Wert erhält. Backups an einem mit dem Original identischen Ort besitzen diese Qualität nicht, weil beides zugleich verloren gehen kann. Auch das WordPress Backup braucht immer einen getrennten Speicherplatz, der sich idealerweise noch ausser Haus befindet. Die bequemste und kostengünstigste Lösung sind hier die verschiedenen Cloudspeicher: Dropbox, Google Drive oder Microsoft OneDrive sind dafür gute Anlaufstellen mit sicherem Speicherplatz für Backups.

Warum kontrollieren?

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das alte Sprichwort gilt auch für ein Backup. In jeder Backup-Methode oder Backupsoftware können sich Fehler einschleichen. Deswegen müssen die regelmässigen Sicherungen auch genauso regelmässig kontrolliert werden. Hat eine eventuelle Automatisierung auch tatsächlich ein Backup angelegt? Ist das Backup auch wirklich sauber und lässt es sich problemlos wiederherstellen? Gelegentliche Stichproben oder Testläufe geben darauf Antworten.

Gibt es Tools für das WordPress Backup?

Wird ein Backup bei WordPress oder generell manuell durchgeführt, bedeutet das einige Arbeit. Bei WordPress müssen dazu alle Dateien und die Datenbank via FTP auf den eigenen Rechner übertragen und dann gegebenenfalls noch weitergeleitet werden. Der ganze Vorgang ist dann gemäss des Backup-Plans regelmässig zu wiederholen. Das kostet viel Zeit. Aber zum Glück gibt es eine Reihe von Tools, die diese Arbeit abnehmen und noch weitere Optionen für eine einfache Sicherung der WordPress-Seite anbieten.

Diese Tools lassen sich als Plugins leicht in jede WordPress-Installation einbauen. Ein Beispiel dafür: UpdraftPlus. Dieses Plugin ist in einer kostenfreien Basisversion verfügbar und sichert die WordPress-Seite in Cloudspeichern wie Dropbox und Google Drive oder managt den FTP-Download auf den eigenen Computer. Für automatische Sicherungen muss allerdings die Premium-Version des Plugins gekauft werden.

Wie ist das bei anderen Tools?

Andere Tools wie BackWPup nutzen ein vergleichbares Modell mit kostenfreier, einfacher Grundfunktionalität und Komfort-Features ist einer kostenpflichtigen Pro-Version. Hunderttausende von WordPress-Seiten verwenden solche Plugins für die wichtigen Backups. Auch WordPress selbst bietet eine cloudbasierte Backup-Lösung an: VaultPress. Sie sichert täglich die WordPress-Seite und bietet zudem eine automatische Wiederherstellung aus einer beliebigen Sicherungskopie der letzten 30 Tage an.

Der Service kostet allerdings. VaultPress hat dabei verschiedene Abo-Modelle auf Monatsbasis entwickelt. Neben preiswerten täglichen Backups bietet die Tochter des WordPress-Mutterkonzerns auch Datensicherung in Echtzeit inklusive Zugriff auf alle jemals angelegten Backups an.

Schliesslich übernehmen noch viele Webhoster die Backups für ihre Kunden. Hier muss im Einzelfall aber jeweils geprüft werden, wie dieser Backup-Service im Detail aussieht. Nicht immer eignen sich Sicherungsoptionen oder Wiederherstellungsmöglichkeiten für eine solide Backup-Strategie. Ist die Datensicherung Teil des Hosting-Paketes, können WordPress-Seitenbesitzer sie aber bedenkenlos als zusätzliche Backup-Lösung und weitere Absicherung nutzen.

Das Wichtigste zum Schluss

Entscheidend ist nicht, welche Lösung zur Datensicherung bei WordPress man am Ende wählt, solange man überhaupt an ein WordPress Backup denkt. Damit ist der wichtigste Schritt getan, um die eigene Seite und die ganze Arbeit, die darin steckt, grundsätzlich abzusichern. Wer mehr Sicherheit sucht – und vor allem komfortable Wiederherstellungsmöglichkeiten im Fall eines Datenverlustes wünscht -, schaut sich einzelne Backup-Varianten für WordPress dann noch etwas genauer an und wählt ein passendes Angebot.

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